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Zuse, Roman

Friedrich Christian Delius: Die Frau, für die ich den Computer erfand
Rowohlt Verlag, Berlin 2009

Delius: Die Frau, für die ich den Computer erfand

Hr. Friedrich Christian Delius ist ein deutscher Journalist. Er beschreibt, wie er ein Interviewtermin vom berühmten Konrad Zuse erhält, um mit ihm über die Zeit zu plaudern, als dieser 'den ersten Computer' baute. Der Haken am Termin: Das Interview muss in einer Vollmondnacht stattfinden, und es muss von Sonnenuntergang bis Sonnenaufgang dauern. Alles andere schlägt Hr. Zuse aus.

Das Interview fand in Wirklichkeit nie statt, das ganze ist erfunden, der Autor stützt sich aber auf zahlreiche Notizen und Vorträge von Hr. Zuse.

Rezensionen von Amazon

Jochen Seidel (Eckental, Germany):
Das Buch erzählt vom schier aussichtslosen Unterfangen, wie Zuse in den 1930ern und v.a. während des Zweiten Weltkriegs den ersten echten Computer in der Wohnung seiner Eltern bastelt. Wie ein ums andere mal Materialknappheit, Bomben und der Militärdienst beinahe den Erfolg zunichte machte. Wie Zuse in den Wirren der letzten Kriegstage seinen Rechner durch das zerstörte Deutschland bugsiert, um nach endlosen Irrfahrten im Hessischen zu landen, wo er seine Firma gründen sollte. Schließlich von der Enttäuschung, immer irgendwie zu früh (!) mit seinen Ideen da gewesen zu sein, und Jahrzehnten um Patente und Anerkennung gekämpft zu haben. Während all dieser Zeit treu an seiner Seite: Ada Lovelace.

Zwar ist es schon ermüdend, Herrn Zuses stundenlangem Monolog zuzuhören (also zu lesen). Und man kann es dem Zuhörer (Delius) auch nicht verdenken, wenn er gegen Ende des Gesprächs doch kurz einnickt, aber dennoch ist der Inhalt dieses Buches lesenswert und nicht nur für Informatiker interessant. Wie dem auch sei, Zuse und Ada haben mich gepackt.


Miranto:
Die Geschichte ist zwar interessant, es sollte aber meiner Meinung nach doch klarer herausgestellt werden, dass das ganze beschriebene Interview samt Zuses Faszination für Ada Lovelace der Phantasie des Authors entspringt.

Ich habe nach dem Lesen des Buches jetzt jedenfalls ein zumindest teilweise völlig falsches Bild von Zuse im Kopf, das ich so leicht nicht mehr los werde.

Quelle: amazon.de

Meine Meinung

Beide Rezensoren haben meiner Meinung nach Recht, allerdings wüsste ich gerne, woher der zweite Rezensor weiss, dass er ein teilweise völlig falsches Bild im Kopf hat. Ich selber habe erst nach der Hälfte des Buches realisiert, dass das ja eigentlich alles Fiktion ist - aber es hätte genau so sein können…

edv/zuse_roman.txt · Zuletzt geändert: 19.12.2018 17:33 von dani